| analoger Charmé |

Warum sollte man im Zeitalter des Fortschrittes und der ständigen Verbesserungen in der digitalen Fotografie sich eigentlich noch die Mühe machen und einen teuren Film (ob nun Farbe, Schwarz-Weiß, Kleinbild oder Mittelformat) kaufen? Ist es doch einfacher schöne Bilder mit einer tollen Digitalen Kamera zu machen und dann in einem Bearbeitungsprogramm einen tollen Bildlook darüber zu legen. Selbst einen analogen Look kann man über seine Bilder legen und für das ungeübte Auge wirkt es wie eine tolle analoge Aufnahme. Dennoch ist die Fotografie mit analogen Kameras für mich immer etwas ganz besonderes.

ABER WARUM????

Für mich persönlich beginnt die Reise bereits mit der Entscheidung welchen Film ich kaufe, welchen Look und in in diesem Zusammenhang,  welche Geschichte ich mit den Bildern erzählen möchte. Zu 75% entscheide ich mich für einen schwarz/weiß Film. Diese gefallen mir durch das klare und einfache Erscheinungsbild. Natürlich gibt es bei der Auswahl der verschiedenen Filme einen anderen Bildlook. Meine Favoriten sind der #Ilford HP5 und der #Kodak Tri-X 400, hier finde ich die Graustufen und die Körnung jeweils unheimlich toll. Dies ist aber Geschmacksache. Dennoch mag ich manchmal einfach auch einen Farbfilm, gerade wenn der Frühling beginnt. Ich finde die Pastelltöne des #Kodak Portra 400 einfach Klasse. Ist die Entscheidung dann erstmal getroffen ist es für mich ein Genuss den Film aus der Verpackung zu holen und in die Kamera einzulegen. Das klingt jetzt komisch, dennoch empfinde ich allein diesen Moment als eine Art Entspannung. Ich muss mir nun keine Gedanken mehr machen, welchen Bildlook meine späteren Bilder haben werden oder wann ich welche Nachbearbeitungsschritte machen muss. Wenn nun die Bildidee mit dem Modell entsprochen wurde und das Wetter passend ist, dann geht es wie auch bei einem digitalem Shooting los. Dennoch ist dies ein anderes „langsameres“ Shooting. Ich rede mehr mit dem Modell und überlege viel mehr ob diese Pose, das Licht oder auch diese Location das richtige ist. Bei der digitalen Fotografie habe ich früher einfach drauflos geknipst und später am PC entschieden welches der gemachten 400 Bilder (ich übertreibe an der Stelle nicht) ein tolles Bild ist. Bei der analogen Fotografie habe ich entweder 36 oder gar nur 13 Bilder, das entschleunigt und bringt meine Fotografie einfach auf ein anderes Level, da ich mich wesentlich mehr damit beschäftige. Ich muss sagen, auch wenn die analoge Fotografie etwas teurer und langsamer ist, ist es immer eine Überraschung wenn man die Bilder nach einer gewissen Zeit vom entwickeln zurück erhält. Manchmal entwickle ich die Bilder selbst und freue mich dann, wenn die Ergebnisse sofort sichtbar sind. Den Großteil meiner Bilder lasse ich aber bei meinFilmLab entwickeln und scannen.

So nach dem Ihr euch nun durch meinen Text gekämpft habt, möchte ich euch nun auch ein paar Bilder zeigen. Die Filme waren hier ein HP 4 ISO 400 und ein Agfa APX 400, die Entwicklung und der Scan wurden beim meinFilmLab gemacht.

Viel Spaß beim Anschauen

Euer Micha

PS: Modelle: die bezaubernde EmilyMona und die flippige JeannineAndrea und Franzi

Hair und Make-Up kamen von den fantastischen: JennyMag und der lieben Sarah

Lasst Ihnen doch auch einfach mal einen Like auf deren Seiten.

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